Der Star kann nicht mitlaufen


Von Sandra Kinkel | 10.01.2010, 19:46 Quelle AN-WEB.DE
Düren. Eigentlich wollte Joey Kelly am Sonntag beim 25. Dürener Stadtlauf auch seine Runden drehen. Genauer gesagt zehn Stück. Denn weil die Veranstalter sich so gefreut hatten, dass das Mitglied der Kelly-Family zum 25. Dürener Stadtlauf kommen wollte, haben Udo Biege und seine Mitstreiter von der Sportgemeinschaft Düren 99 eigens einen Zehn-Meilen-Lauf ins Stadtlauf-Programm aufgenommen.

Dass Joey Kelly dann wegen einer Knieverletzung doch nicht laufen konnte, war schade, aber eigentlich nicht weiter schlimm.


Der sympathische Lauf-Freak war bester Laune, gab bei den Läufen (zum Teil gemeinsam mit Bürgermeister Paul Larue) den Startschuss, schrieb den ganzen Tag Autogramme und ließ sich mit jedem, der es wollte fotografieren. «Sport und laufen sind so wichtig», erklärte Kelly seine Beweggründe. «Oder glauben Sie, es ginge mir besser, wenn ich 30 Kilogramm Übergewicht hätte?» Erst am späten Nachmittag verabschiedete Joey Kelly sich in Richtung Flughafen – er hatte am Abend noch einen Termin in Wien.

Der 25. Dürener Stadtlauf hatte mit knapp 850 Läufern eine Jubiläumsteilnehmerzahl zu vermelden, bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass noch vor vier Jahren «nur» 292 Läuferinnen und Läufer an den Start gingen. Gut möglich, dass die Veranstalter die magische Zahl von 1000 Läuferinnen und Läufern bald erreichen.

Die jüngsten Starter waren gerade einmal zwei Jahre alt, der älteste dagegen über 80 und kam aus Belgien. «Für mich ist es einfach wichtig, dass es Spaß macht,» strahlte Corinna Haas, als sie nach etwas über einer Stunde ins Ziel kam. «Dass ich durchgehalten habe! Auf sportliche Höchstleistungen kommt es doch eigentlich überhaupt nicht an.»

Ähnlich sieht das auch Peter Borsdorff, der am Sonntag, einen Tag vor seiner Reise zum Bundespräsidenten nach Berlin, wieder mit seiner Sammelbüchse für die Aktion «Running for Kids» unterwegs war. «Ich bin gespannt, wie viel in meiner Büchse ist», so Borsdorff bei der Siegerehrung im Rathaus. «Aber die Büchse ist gut voll und vor allem auch mächtig schwer. Damit zu laufen war ganz schön anstrengend.» Toll, dass auch Petrus ein Einsehen mit den Läuferinnen und Läufern hatte: Zwar war es ziemlich kalt, aber es ist trocken und windstill geblieben.

Und fleißige Helfer hatten die komplette Strecke von Schnee und Eis befreit. «Einfach super», so Organisator Udo Biege, «aber ganz genau so hatten wir das bestellt.» Der Zehn-Meilen-Lauf wird in der Geschichte des Dürener Stadtlaufes übrigens eine einmalige Angelegenheit bleiben, aber die Dürener Stadtmeister- und die Dürener Schulmeisterschaften sollen auch in den kommenden Jahren «erlaufen» werden.

In diesem Jahr war übrigens Stephan Nickel vom Dürener Turnverein der schnellste Mann von der Rur. Bei den Frauen hatte Irene Havertz-Roehlich (ebenfalls DTV) die Nase vorn.

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